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GründerUni Bayreuth - Geschäftsstelle des Instituts für Entrepreneurship & Innovation

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Cleverism

Unsere Alumni (Philosophy & Economics) Anastasia Belyh und Martin Luenendonk sind Founder von Cleverism, einer Website zur Vermittlung von Traumjobs im englisch-sprachigen Raum. Mehr als 20 Millionen Arbeitssuchenden pro Jahr helfen sie ihren Traumjob zu bekommen, und führenden und innovativen Arbeitgebern dabei, leistungsstarke Mitarbeiter in den USA und Großbritannien anzuziehen. In ihrem neusten Projekt founderjar.com bauen sie ein Blog auf, auf dem sie ihr Wissen wie man ohne viel Kapital ein Online-Business aufbauen kann so detailliert wie möglich teilen.

Die Gründungsgeschichte von Cleverism

Martin Luenendonk und Anastasia Belyh kennen sich seit Ihrem Bachelorstudium und haben beide den Master P&E an der Universität Bayreuth absolviert. Mit Cleverism arbeiten beide seit 2014 daran das Matching zwischen Jobsuchenden und Arbeitgebern im englisch-sprachigen Raum mittels machine learning Algorithmen und Karriereguides effektiver zu machen. Derzeit besuchen circa 1,3 Millionen Karriereinteressierte jeden Monat.

Was können Sie aus Ihren Erfahrungen die Gründung betreffend an Interessierte (Studierende) weitergeben?

Viele Ideen validieren, mit potenziellen Kunden sprechen, Finanzmodell und Annahmen sauber definieren, und an der Ausarbeitung einer differenzierten value proposition feilen. 

Was war das ausschlaggebende Ereignis für die Gründungsidee?

Wir hatten oft gesehen, wie schlecht manche Lebensläufe waren, obwohl die Bewerber gut qualifiziert waren. Daher dachten wir, dass es mit Karriereguides und verbessertem Matching zwischen Jobsuchende und Arbeitgebern und unseren SEO-Fähigkeiten möglich sein könnte, ein Unternehmen am Markt zu etablieren.

Wie hilfreich war/ist ein Netzwerk für ihre Gründung?

Ein gutes Netzwerk kann sehr hilfreich sein, insbesondere zu potenziellen Unternehmenskunden oder Investoren. Wir hatten leider keines.

Ist es Ihrer Meinung nach einfacher, alleine zu gründen oder doch lieber im Team?

Es ist auf jeden Fall einfacher im Team zu gründen, da man emotionale Tiefpunkte besser gemeinsam lösen kann, mehre Lösungswege diskutiert werden können, und einfach mehr Zugkraft am Beginn vorhanden ist (denn es zählt nur Geschwindigkeit und Zielgenauigkeit).

Welche Angebote der Uni haben Ihnen weitergeholfen - welche hätten Sie sich noch gewünscht?

Bei mir gab es nur einen kleinen Workshop, sonst nichts. Ich hätte mir mehr Gründerwerkstätten gewünscht, vielleicht sogar ein Semester bei dem man volle 30 Credits bekommt und dann gemeinsam mit einem Team eine Startupidee am Markt verproben muss und die Herangehensweise benotet wird. Zum Beispiel könnte man hier interdisziplinare Teams (design, engineering, computer science, BWL, Chemie) zusammenbringen, denn nur durch BWLer oder nur ITler gibt es nur ein begrenztes Innovationspotenzial.
 
Zudem wäre ein engerer Kontakt zu potenziellen Unternehmenskunden und vielleicht einer Liste derer Hauptprobleme interessant gewesen.

Was waren die größten Hürden und wie haben Sie sie gemeistert?

Keine externe Finanzierung a la venture capital. Daher haben wir uns darauf konzentriert Cleverism aus dem operativen Cashflow zu finanzieren und nur die Investitionen durchzuführen, von denen wir erwarten können, dass diese über einen Zeitraum von 4-5 Jahren einen signifikanten ROI erzielen können.


Verantwortlich für die Redaktion: Sandra Kubera

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